Großer Knäuel 2010Großer Knäuel 2010
PORTRÄT:Gabriele Kutschera
Mein Medium ist die
Schmiedetechnik. Dieses Tun
thematisiert und transportiert
für mich per se die
Grundvoraussetzungen für das – in
Beziehung treten. Durch
rhythmisches Weichmachen (sich
öffnen) und Härten (sich
abgrenzen) wird Form gewonnen.

Die Form entsteht nicht durch Hinzufügen oder Abtragen von Material sondern erfolgt durch Umwandlung, „ Querschnittveränderung „. Das Gelingen der Form, mit der Beziehung hergestellt werden soll, mit der ich mein Innen mit dem Außen verknüpfen möchte, ist abhängig von der Wahl des Materials und vom Einhalten des rechten Rhythmus. Tatsache ist, daß Material und Handwerkstechnik (= Tun) mir die rechte Weise vorgeben, sich mein Tun also entlang einer immanenten Linie bewegt. Formfindung = Wesensbildung = Charakterbildung erfolgt durch Weichmachen und Härten, Sich – öffnen und Abgrenzen, Aus- und Einatmen unter Einhaltung des rechten Rhythmus.

Die Übereinstimmung von innerem Erkennen und äußerem Tun erscheint mir in keinem anderen Medium so augenfällig. Es geht mir also in meiner künstlerischen Arbeit nicht um die Erfindung von Formen sondern vielmehr um das Sichtbarmachen dieser Übereinstimmung.

Die Wiederholung scheinbar gleicher Formen verweist auf den immanenten Rhythmus ihrer Entstehung einerseits und die Weise des in Beziehungtretens andrerseits.


Beginn: 28.08.2010, 10:00 Uhr
Ende: 26.09.2010, 16:00 Uhr

Ort: Museum Geyerhammer Scharnstein, Grubbachstraße 10


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